AHOI und WILLKOMMEN!

 

Wir vertreten die Interessen der Kunsthandwerker*innen

Mecklenburg-Vorpommerns.

 

Zweck des Vereins ist die Förderung von hochqualifiziertem handwerklichen Können und gestalterischer Experimentierfreude in der angewandten Kunst,  sowie die Erhöhung der Sichtbarkeit dieses professionellen Schaffens der Mitglieder in der Öffentlichkeit.

* durch fachlichen Austausch untereinander in gemeinsamen Projekten, Schulungen und Symposien und

durch die Förderung junger Kolleg*innen

* durch Öffentlichkeitsarbeit, die die Innovationskraft von angewandter Kunst und die damit verbundenen gestalterischen Prozesse im Handwerk, in die gesellschaftliche Aufmerksamkeit trägt

* durch die Organisation von Ausstellungen, Messen und Vorträgen

* durch fachbezogene Unterstützung und Beratung der Mitglieder

 

 

 

 

Nachruf auf Kat von Stenglin

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von der Künstlerin Kat von Stenglin.

Der Galerist Herr Alexander von Hahn hat aus Anlass der letzten Ausstellung von Kat von Stenglin vom 13. September bis zum 4. Oktober 2025 in der

Klostergalerie Zscheiplitz, Freyburg / Unstrut einen ergreifenden Nachruf geschrieben.

 

Daraus zitieren wir in einer gekürzten Zusammenfassung:

„Dass die Ausstellung in der Klostergalerie Zscheiplitz Kat von Stenglins letzte

Einzelausstellung zu Lebzeiten werden sollte, gibt dieser Begegnung eine

besondere, tiefe Bedeutung. Ihr Werk kehrte damit noch einmal in die Landschaft

ihrer Kindheit zurück — in jene Saale-Unstrut-Region, die ihr nicht nur Herkunft,

sondern Prägung gewesen war. Was in Roßbach und Kreipitzsch als Erinnerung,

Blick und Lebensgefühl begonnen hatte, fand in Zscheiplitz einen späten, stillen

Kreis.“

Kat von Stenglin wurde 1956 in Querfurt geboren und wuchs in Halle auf.

„Die Landschaft der Saale-Unstrut-Region war ihr nicht bloß Herkunft — sie war

Prägung. Im Gespräch mit der Klostergalerie erinnerte sie sich an Sommer in

Roßbach, später in Kreipitzsch: an Güter, Weinberge, an eine Natur, die Geduld

verlangt und Bestand hat. Diese Erinnerungen blieben ihr, auch als sie längst in

Mecklenburg lebte —eine zweite Heimat, die nicht verblasste.

So kam die Begegnung mit Kloster Zscheiplitz nicht von ungefähr. Es war keine

zufällige Ausstellung an einem beliebigen Ort. Es war eine Rückkehr: Herkunft,

Landschaft, Handwerk und künstlerische Haltung fanden hier wieder zueinander —

auf natürliche, fast unweigerliche Weise. Wer Kat von Stenglin kannte, wird

verstanden haben, warum sie sich in diesen Räumen zu Hause fühlte.

Ihr Medium war die Gobelin-Weberei — eine alte Disziplin, eine Kunst, die mit Fäden

zählt, mit Farben denkt und mit der Hand entscheidet. Sie hat diese Technik nicht

restauriert und nicht dekoriert. Sie hat sie, mit formaler Intelligenz und tiefer

Materialkenntnis, in die Gegenwart gebracht — ohne Bruch, ohne Lärm, ohne

Anpassung an Moden, die sie ausdrücklich nicht interessierten. Ihre Gobelins aus

Wolle auf Leinen sind keine Textilien im beiläufigen Sinn. Sie sind gewebte Bilder:

rhythmisch gegliedert, haptisch gegenwärtig, getragen von einer eigentümlichen

Ruhe, die man nicht erzwingen, nur erweben kann. Mathematische Ordnung und

farbliche Disziplin stehen darin nicht in Spannung — sie klingen zusammen. Das

Quadrat, die Verschiebung kleinster Einheiten, optische Bewegung, Schwarz, Weiß,

Rot und die reichen Tönungen pflanzengefärbter Wolle: das war ihre Sprache. Eine

präzise, geduldige, unverwechselbare Sprache.

Ihre jahrzehntelange Erfahrung im Gobelin und in der Pflanzenfärberei prägte eine

Arbeitsweise, in der Entwurf, Material und Ausführung nie voneinander zu trennen

waren. Ihre Bilder entstanden zuerst im Kopf, dann auf dem Papier — und erst dann

am Hochwebstuhl. Diese Reihenfolge ist kein Zufall. Sie ist Haltung.

In ihrem Gespräch mit Klostergalerie sprach Kat von Stenglin einen Satz, der vieles

erklärt: „Es geht mir nicht um Moden, sondern um die rechte Technik.

Darin liegt keine Enge. Darin liegt Freiheit — die Freiheit dessen, der sein Handwerk

so gründlich beherrscht, dass er es nicht mehr erklären muss. Technik war für sie

kein bloßes Verfahren, sondern eine Überzeugung. Wahres Weben, sagte sie, dulde

keine Eile. Es verlange Harmonie: die richtige Wolle, die richtigen Farbtöne, den

ausgewogenen Entwurf — und jenes innere Gleichgewicht, in dem alle Elemente

eines Werkes aufeinander hören.

Sie suchte nicht den schnellen Effekt. Sie vertraute der Dauer des Materials, der

Präzision der Hand und der stillen Kraft des fertigen Bildes — einer Stille, die nicht

Schweigen ist, sondern Vollkommenheit.

Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Keramiker Alexander von Stenglin, schuf sie auf

dem Eichenhof in Picher einen Ort, der Werkstatt und Wohnraum, Galerie und

gelebte künstlerische Welt zugleich war. Seit 1986 wuchs dieser Hof zu einem

eigentümlichen Zentrum für Keramik und Textilkunst in Mecklenburg heran —

abgelegen, eigenständig, nicht modisch. Gewachsen, wie alles dort, aus Arbeit,

Landschaft und täglicher Praxis.

Kat von Stenglin zeigte ihre Arbeiten in Ahrenshoop, Wiesbaden, Schwerin, Bothmer,

Testorf und Berlin, im weiteren Kontext des Kunsthandwerks in Mecklenburg-

Vorpommern. Ihre Werke wurden von Galerien, Sammlern und Kennern geschätzt.

Doch wichtiger als jede Liste ist, was bleibt: eine Klarheit, die sich nicht aufdrängt;

eine Schönheit, die nicht verführt, weil sie Bestand hat.

Für die Klostergalerie war die Zusammenarbeit mit Kat von Stenglin eine Ehre. Ihre

Werke gehörten zu den stärksten künstlerischen Stimmen, die in unseren Räumen

zu erleben waren. Sie standen in einem seltenen Einklang mit diesem Ort — mit

seiner klösterlichen Vergangenheit, mit der Weite der Saale-Unstrut-Landschaft, mit

einem Kunstverständnis, das nicht vom Markt ausgeht, sondern von Maß, Geduld,

Material und Wahrhaftigkeit.

Ihr Tod schließt ein Leben ab — nicht die Wirkung ihrer Kunst. Diese bleibt: in den

Geweben, in den Farben, in der Strenge der Form, in der Wärme des Materials, in

jener stillen Ordnung, die ihre Arbeiten unverwechselbar macht; und auch in der

Landschaft — in den Bögen der Unstrut, im sanften Schwung der Hügel und

Weinberge. 


 Ahoi!  Werde Mitglied!                                                                                                 

Bewerbungsfrist: 15. Februar 2027

 

Wir suchen Dich!

Werde Mitglied im "Landesverband für Angewandte Kunst Mecklenburg-Vorpommern e.V."

und nutze diese PLattform für deine Ideen!

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NEU !!!  Arbeitsstipendium auf  BlåØ !

Bewerbungsfrist: 15. Januar 2027

Ein einwöchiger Arbeitsaufenthalt in der Artist Residenz BlåØ in Gedser DK

Bewirb dich gern über das Formular:

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AKTUELLES:

 

Eröffnung 11. Juli um 17 Uhr mit einer

Musik-Performance von Sascha Sauerborn

 

Die Ausstellung in Wiligrad ist die dritte und letzte Etappe dieser Wanderausstellung. Eine besondere Gelegenheit also, die entstandenen Werke noch einmal in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben und die künstlerischen Dialoge nachzuvollziehen. Die Präsentation lädt dazu ein, Verbindungen, Kontraste und gemeinsame Themen zu entdecken. Sie bildet zugleich einen Abschluss, der den kreativen Austausch über Grenzen hinweg eindrucksvoll sichtbar macht.

 

Ausstellungsort:

Kunstverein Wiligrad e.V.

Wiligrader Straße 16a

Im Maschinenhaus am Schloss Wiligrad

19069 Lübstorf

 

 

 

 

 

 

Unser neuer  Vorstand

von rechts oben:

 

Sylvia Ludwig - Vorsitzende

Daniel Graf - Kassenwart

Anna Silberstein - 2. Vorsitz.

Beisitzerinnen:

Julia Miksch 

Christel Hoff 

Sandra Schmedemann

 

 

Unsere neuen  Mitglieder 2026

 

von links:

Johanna de Vos - Holzgestaltung

Kristin Tessen - Pattern Design

 



 

 

VERGANGENES 2025:

Die neue Messe im Nordosten 

10.12. Oktober 2025

Markt- und Eventhalle Wismar

im alten Hafen

 www.fangfrisch-messe.de

 

Öffnungszeiten

10. Oktober – 14 bis 21 Uhr

11. Oktober – 10 bis 18 Uhr

12. Oktober – 10 bis 17 Uhr

 

NEO - 2025!

Mitgliederausstellung

St. Spiritus Greifswald 

 

17. Mai - 27. Juni 2025

Infos

 



 

Unsere neuen  Mitglieder 2025

von links:

Julia Miksch - Seidiges

Stefan Pejunk - Schmuck

Marta Olejko - Grafik

Christoph Oechsle - Schmuck

Alle Mitglieder unseres Verbandes ganz analog in unserem Katalog

 

Mit einem herzlichen Dank  an: